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Arbeitsgruppe Prähistorische Metall Technologie


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Elena Maier
Text:
Stephan Holdermann,
Frank Trommer




Feuerschweißen

Beim Feuerschweißen werden Teile aus gleichem Metall unter Hammerschlägen ohne Zusatz eines verbindenden Metalls unlösbar miteinander verbunden.
Metalle können durch erwärmen aus dem festen in den flüssigen Aggregatzusatnd überführt werden. Geht dieser Übergang langsam vor sich, entsteht vor dem Verflüssigen ein knetbarer teigiger Zustand. In diesem Zustand dem Haltepunkt der Metalle lässt sich das Material verbinden.
Metalle sind aus Atomen aufgebaut, die sich durch bestimmte Kräfte gegenseitig binden. Diesen Zusammenhalt bezeichnet man als Kohäsion. Diese Kohäsion herrscht nur, wenn sich die Atome 0,3nm genähert haben. Beim Feuerschweißen müssen sich die Atome an den Verbindungsflächen auf diesen Abstand nähern, um eine stoffschlüssige Verbindung herzustellen. Unter großem Druck und hoher kurz unter dem Schmelzpunkt liegender Temperatur entsteht die Verbindung. Durch Erwärmen des Stahles wird die teigige Zone erreicht. Das Gefüge ist stark aufgelockert und das Metall so plastisch, dass die vorher getrennten Teile durch Druck (Hammerschläge) auf den geringen Atomabstand kommen und eine innige stoffschlüssige Verbindung eingehen, wenn die Verbindungsflächen metallisch rein sind.

Beim Feuerschweißen werden die Atome der metallisch reinen Verbindungsflächen der bis zur teigigen Zone erwärmten Stähle durch Druck auf so kurze Abstände gebracht, dass sie sich gegenseitig anziehen. Damit entsteht eine innige stoffschlüssige Verbindung.

  Schweißvorgang

Flussmittel/ Schweißmittel

  • Durch sie werden die Verbindungsoberflächen metallisch rein
  • Sie bilden eine schützende Hülle um die Verbindungsoberflächen vor weiterer Oxydation zu schützen
  • Sie verhindern starken Abbrand
  • Durch sie lassen sich auch Stähle mit mehr als 0,3 % C schweißen (Ohne Schweißmittel Stähle nur bis ca. 0,3 % C schweißbar)